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Donnerstag, 2. Dezember 2010

Molluska - Di Dromo



Vier weitere Folgen aus der Eroberung des Weltalls in 42 Trilliarden Teilen:


Folge 232 845 679 890 882:

"Sie haben die Wahl, meine Dame und meine Herren. Sie können gern mit mir kommen und sehen, was sich hinter dem Universum verbirgt. Aber ich sage ihnen gleich, sie werden überwältigt sein, und dann werden sie sterben. Der Anblick ist für Hiesige nicht zu ertragen."
"Und was soll das jetzt sein, Alter? Ne Verarsche, oder was?"
"He, das ist kein Grund, pampig zu werden, ja!"
"Ruhe, Leute, Ruhe! Überlegen wir doch mal logisch. Auf dieser Seite kriegen uns die Moronen auf jeden Fall."
"Und was ist mit mir, ich bin blind!"
"Das wird ihnen nichts helfen, junge Frau. Auf unserer Seite sehen ALLE."




Folge 11 856 497 419 621 645:

Die Sonne: Trotz gigantischer Rohstoffsubventionen langsam müde werdend.

Venus: heiß – kochend – brutzelnd.

Erde: öder Wüstenwind.

Mars: Langweiler aus Eis und rotem Stein.

Irgendwo, auf einem bisher unbeachteten Poplaneten im Sternbild Dromedar:
          Heiße Rhythmen - Samba!




Folge 932 923 923 923 923 922:

"Damit ist die Gammastrahlung Ursache der Unregelmäßigkeit. Das ist eindeutig."
"Nicht nur der Unregelmäßigkeit, junge Frau, sie ist Ursache aller Aggression."
"Aber was können wir dann tun? Die Gammastrahlung ist überall!"
"Beten." (schnaubt)
"Wissen sie, für einen Wissenschaftler sind sie ganz schön zynisch und eingebildet."
"Und sie verstehen nichts! Sie Kamel, sie elendes Trampeltier, sie, es ...Es tut mir leid, so was musste mal sein, auch mal sein, ach, ich weiß nicht..." (beißt sich die Fingerknöchel)
"...Ich glaube, sie sind ein einsamer Mann, Professor di Dromo. Und ich glaub auch, dass sie gar nicht der Koloß von Rhodos I sind, als der sie sich immer aufspielen. Ich glaub eher, sie sind der Knilch vom Unilabor, der sich nicht mal die Klettverschlüsse richtig zumachen kann."
"Ja, verdammt, verdammt nochmal, verflixt und zugenäht, ich liebe sie, Molluska! Ich bete sie an, ich bin verrückt nach ihnen, für sie würde ich jeden verbogenen Bunsenbrenner in schimmerndes Ohrgehänge aus Dardanell 37 umtauschen. Himmel, Zwirn und dreimal schwarzer Kater, sind sie jetzt zufrieden, sie mittelmäßige Mathematikerin?"
"Auf diesen Tag wart ich doch schon seit zwanzig Jahren, ununterbrochen. Di Dromo..."
"Mo-Molluska..."




Folge 899 590 519 896 734 024 455 001:

Sie wollen die Schwarzen Löcher fusionieren? Sie sind wahnsinnig.
Sagen sie das mal meiner Frau! Nein, Leute, so nicht, mit mir nicht!
Sie sind sich der Konsequenzen bewußt, für das Sonnensystem, ja für die ganze Galaxie, den ganzen Galaxienhaufen?
Ich werd’s euch schon zeigen. Ich werd’s euch ALLEN zeigen!



Sonntag, 17. Oktober 2010

Olli P



Weitere Folge aus "Die Eroberung des Weltalls in 42 Trilliarden Teilen"


Folge 21 273 010 000:

Olli P steht allein auf dem Market Square des Raumschiffs Orion. Er ist wohl einer Verwechslung erlegen, hat gedacht, die Silvesterparty finde hier statt. Er weiß nicht, dass die Party der besseren Einschaltquote wegen nach Alpha Eins verlegt worden ist.
Bis vor zwanzig Minuten ist er noch so glücklich gewesen. Er hat so viel Vorfreude verspürt, dass er die letzten Stunden weder Interplanetradio gehört hat noch ferngesehen oder am Computer gezappt. Zum ersten Mal überhaupt in seinem Leben…
Nun steht er da, allein, im Blinken der Neonanzeigen. Zum ersten Mal in seinem Leben ist er nicht mit einem seiner besten Freunde zusammen, Basti oder Svenni, Olli Eins, Mirja, Mirjam, Sabrina und all den anderen. Er vermisst sie. Jeden einzelnen. Zum ersten Mal. Warum hat er Robbie nur daheimgelassen. Mit ihm könnte er jetzt wenigstens spielen.
Zum ersten Mal empfindet Olli so etwas wie Einsamkeit. Das Gefühl ist ihm nicht bekannt, und es ist unerträglich. Es treibt ihm die Tränen in die Augen, macht ihm Herz und Brust wund und schwer, lähmt überhaupt jedes Spaßempfinden in ihm. Plötzlich existiert nichts mehr, worauf er sich freuen könnte. Er ist einfach nur einsam.
Einige Minuten lang steht er bloß da. Dann zieht er seinen SuperStarGames-MegaAdvanced-Babyphaser, stellt die Strahlstärke auf Maximaldurchmesser, legt an und strahlt sich ein daumendickes Loch in den Schädel.



Mittwoch, 6. Oktober 2010

Schnicksie, Nando, pp.



3 weitere kurze Folgen aus "Die Eroberung des Weltalls in 42 Trilliarden Teilen"


Folge 99 999 999 989 999:

Oh, ich liebe dich, Quicksie. Ichliebedich-ichliebedich-ICHLIEBEDICH!
Sorry, Schnicksie, ich hab dich nur gern. Ich liebe Nando, den Kometen. Und das weißt du.
Aber - wir sind die letzten. Ohne uns sterben die Hyänen aus!
Und glaubst du, mich interessiert das? Kannst du dir überhaupt vorstellen, wie wurst mir das ist?
Hä?
Unsere Rasse ist minderwertig. Wir sind alle Aasfresser, Viecher, und ich bin der letzte, der daran was ändern könnte!
Und was heißt das jetzt?...
Das heißt, dass ich mich morgen mit Nando aus dem Staub mache. Ich will noch ein bißchen Spaß haben, bevor ich verrecke.
Du - bist ein Schw-einchen.., ein dreckiges kleines Schweinchen, Quicksie!
Und du eine alte Hyäne, Schnicksie, eine alte Hyäne.



Folge 114 496 553 398 823:

Wir haben ihn gefunden, Nando! Den Mittelpunkt des Universums.
Wow, du hast recht, Soccer. Yeah..WUHUU!
Attackeee!
Eine Falle!
Es sind die Moronen!
Aaaaargh!...
:
:
:
:
Das sein endgültiges Ende der Menschheit, hehehe.




Folge 232 845 679 890 882:

"Sie haben die Wahl, meine Dame und meine Herren. Sie können gern mit mir kommen und sehen, was sich hinter dem Universum verbirgt. Aber ich sage ihnen gleich, sie werden überwältigt sein, und dann werden sie sterben. Der Anblick ist für Hiesige nicht zu ertragen."
"Und was soll das jetzt sein, Alter? Ne Verarsche, oder was?"
"He, das ist kein Grund, pampig zu werden, ja!"
"Ruhe, Leute, Ruhe! Überlegen wir doch mal logisch. Auf dieser Seite kriegen uns die Moronen auf jeden Fall."
"Und was ist mit mir, ich bin blind!"
"Das wird ihnen nichts helfen, junge Frau. Auf unserer Seite sehen ALLE."


Sonntag, 29. August 2010

Auf der Skipiste



Fast vollkommenes Idyll. Teil der "Eroberung des Weltalls in 42 Trilliarden Teilen"


Folge 21 525 317 750:

Ein Schneefeld, schier unendlich weit, mit einem konstanten Gefälle von 15%. Vom Himmel, dessen Farbe Stahl- oder Eisblau ist, strahlt eine gigantische, hellgelbe Sonne.
"Oh, David, David, das ist die schönste Abfahrt, die ich je gesehen habe. Oh, David, es ist so wunderschön."
"Ja, es ist - affengeil."
:
:
:
"Oh, David, ich liebe dich!
Laß uns irgendwo reingehen, ja, ich hab jetzt wahnsinnigen Hunger auf heiße Würstchen oder so."
"Hm, na ja,-"
Ndndndn
"Was sagt er?"
"Er sagt, hier gibt’s keine Würstchenbuden, und auch keine Almwirte."
"Was?.."
:
:
"Oh, David, meine Beine! Ich kann nicht mehr! Auuu! Ich glaub, ich krieg einen Krampf im großen Zeh!"
"Schnell, zieh die Schuhe aus."
(Läßt sich in den Schnee fallen, zieht ihre Schuhe aus.)
"Jaa, das tut gut. Sag ihm, ich will jetzt sofort irgendwo einkehren, ja?"
Ndndndn.
"Er sagt, der nächste Platz zum Einkehren ist ein Friedhof in ungefähr vierhundert Kilometern."
"Mein Gott, was für ein Nest! Dann lass uns um Hilfe funken."
"Ich fürchte, das hat keinen Sinn. Der nächste Funkempfänger ist Lichtjahre entfernt."
"Und wieder zurückbeamen?"
"Nicht ohne Transporterstrahl, Liebes."
"Oh, David, wir sind verlo-horeen!"
"Komm, - wir - müssen - wieder - los. Vielleicht - schaffen - wir - es - bis - zu - zu - zum - Friedhof - ."
"Oh, David, schnief."
(Sie setzen sich wieder in Bewegung, stoßen sich ab mit ihren Völkl-Skistöcken, ziehen müde Schwünge auf ihren Carving-Skiern, drei Personen, scheinbar verloren in der unendlichen Weite der größten natürlichen Anfängerpiste des Universums. Zwei Menschen, ein zäher Modrosani. Die Sonne brennt unerbittlich.)
:
:
d-d-d
:
:
d-d-d
:
d-d-d
"Auuuooh! Was murmelt er denn die ganze Zeit, David?"
"Er - lacht. Es - ist - das - modro - sanische - Lachen -."
"Oh, Da - vid -."
:
:
(Fern am Himmel taucht ein kleiner Vespa-Raumtransporter auf.)
"Heiße Würschtln, Gulaschsuppen, Currywurscht!"
d-d-d
"Spaghetti, Pommes, Erbsensuppen!"
"Ha-llo! Hallo! Hilfee!"
"Jagertee, Glühwein, Rohrnudeln!"
"Hilfee! Wir steerben!"
d-d-d
"Ja wos habds denn? Habds an Durscht?"
"Jaa! Nehmen sie uns mit!"
"Des kost aber extra."
d-d-d
"Hier, wir haben VISA, Masters, Eurocard, Asiacard, Bertelsmann-Club-"
"Guad, des langt scho."
:
:
:
(Die Vespa setzt sich wieder in Bewegung. Der Würstlmann sitzt pfeiferauchend am Steuerrad, Pam und David zittern, in Wolldecken eingemummt, auf den Notsitzen. Sie halten Tassen mit dampfendem Glühwein in ihren Händen. Pam hält die Augen geschlossen.)
"Danke, GOTT!"
(David guckt aus dem Fenster. Der Modrosani folgt ihnen mit seinem Blick, entspannt auf seinen gleitskierähnlichen Füßen stehend.)
"Pam, schau, unser Guide."
"Was tut er?"
"Er lacht immer noch."


Freitag, 23. Juli 2010

Die Julia Roberts-Folge



Julia Roberts-Folge aus "Die Eroberung des Weltalls in 42 Triliarden Teilen"

Folge 913 284 519 519 337 642 632 616

Falbe Pferdewesen vom Planeten Xi stoßen durch Zufall auf einem seit Jahrhunderten vergessenen und hinter Funknebeln verborgenen Planeten. Leis landen sie und entdecken, dass der Planet von mehreren Millionen Humanoiden und humanoiden Robotern be­wohnt wird, deren beider verblüffend identischer Tagesablauf fol­gendermaßen aussieht:
7 Uhr: Aufstehen, etwas Gymnastik, Waschen.
7 Uhr 30: Frühstück, Fernsehen, dazu Austausch erster Neuigkeiten via hochentwickelter Telekommunikationseinrichtungen.
8 Uhr: Fernsehen/Shoppen via Telekom
10 Uhr: Kurzer Austritt, kompletter Gesundheitscheck in der Klinik nebenan, kleiner Snack in der Klinik oder der nahegelegenen Snack-Bar.
10 Uhr 30: Fernsehen/Shoppen.
12 Uhr 30: Mittagessen zu Hause/auswärts mit/ohne Partner.
13 Uhr 30: bei Bedarf kurzer Mittagschlaf/Fernsehen/Shoppen.
16 Uhr 30: Fahrt ins nächste Shopping Center, Shoppen/bei Bedarf Snack.
19 Uhr 30: Abendessen im Shopping Center.
20 Uhr 30: Im Kino sich den neuesten Julia Roberts-Film anschauen/ bei Bedarf Snack.
22 Uhr 40: Nach Hause/Schlafen oder in eine Diso-Bar; Möglichkeit zum Partnerwechsel.
23 Uhr 40: Nach Hause/bei Bedarf Sex/Schlafen.
Während der Leerzeiten: Radiohören, Snack, Sex oder Fernsehen, Gespräche über frühere Julia-Roberts-Filme, von anderen Leuten hören, wie toll der neue Julia-Roberts-Film sei.

Für einige Zeit betrachten die Pferdewesen die Prozesse auf dem Planeten mit Interesse, dann entschwinden sie lautlos und ohne Spuren zu hinterlassen wieder in die Tiefen des Alls.


Freitag, 7. Mai 2010

Drive In / Brettspiele / Das Diskettenlaufwerk



Drei kurze Folgen aus der "Eroberung des Weltalls"


Folge 1 461 983 887:

Auf dem Parkplatz eines Drive In-Kinos in der Nähe von Innsbruck:
Knutschende Pärchen in schicken Fun-Cars, gelegentlich das Aufglimmen einer Zigarette, das Rascheln von Diät-Popcorn und Diät-Chips, das Gluckern von Pappbechern, aus deren Innerem mit Strohhalmen Light-Cola geschlürft wird. Auf der Leinwand: Eine perfekt proportionierte Blondine und ein Mann mit wirrem Haar und Doktorkittel:
Eine Explosion mit darauffolgender Giftgaswolke. Der Rauch verfliegt, die beiden Darsteller sitzen mit rauchgeschwärzten Wangen auf einem Versuchstierkäfig.
"But I dont understand this, Mr. Crazy Scientist."
"Nieser du Ei, Miss Blond!"
Gelächter auf der Leinwand und im Publikum, dann wieder Rascheln, Gluckern, Zigarettenglimmen.
Hans K ( in einem heruntergekommenen Karren alleine sitzend, in schäbigen, altmodischen Klamotten ein altes Stück Brot kauend):
"Abrr i varrstä´s. I varrstä´s!"
                      



Folge 3 023 881 131:

Die Erde. Wir schreiben das Jahr 2327 nach Christi offizieller Geburt. Es herrscht das große Zeitalter der Brettspiele unter der Regentschaft von Weltkanzler Bornemann. Man spielt alles nur brettspielmögliche: Spiele auf Holz- oder auf Plastikbrettern, Avantgarde-Spiele auf Aluminiumbrettern, Spiele auf Stofftüchern, Spiele mit Hütchen, Spiele mit bunt bemalten Steinchen oder mit blinkenden Klötzchen. Die Mannigfaltigkeit dieser blühenden Brettspielkultur ist nicht mehr zu überschauen.
Und auch die Raumfahrt erhält ihren Teil vom üppigen Kuchen. Zwei Münchner Objektkünstler und Brettspieldesigner entwickeln ein Space-Brett, ein Spielbrett, das in der Schwerelosigkeit schwebt, das man von zwei Seiten gleichzeitig bespielen kann und das sich mit lustigen bunten Schnüren an den Wänden befestigen lässt.




Folge 3 365 877 437:

"Computer, gehe auf Diskettenlaufwerk A."
"Drrrt. D-d-d-drrt. Dis-ket-ten-lau-fwerk A!"
"Gehe auf Datei Verteidigungssystem."
"d-d-d-d-d-d-drrrrrt. Datei Ve-tei-di-gungs-sys-tem nicht gefunden."
"Mein Gott, geht das nicht schneller. Die kommen immer näher!"
"Halt`s Maul, Paul! Halt`s Maul!! Wir brauchen jede Sekunde für den Scheißcomputer! Schau lieber, dass wir nicht in den Mars knallen!"
"Schon gut.. Entfernung 2000 Kilometer."
"Computer, gehe auf Datei Ver-tei-di-gungs-sys-tem!"
"Drrrt. D-d-d-drrt. Datei Ver-tei-di-gungs-sys-tem."
"Gehe auf Subdatei Waf-fen-aus-wahl!!"
"Drrt-d-drrt-d-drrt..."
"Mein Gott, sie schießen!"
Pfffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff..............
"Wir verlieren Luft!"
KräSCHSCH! Woffffffffffffffffffffffffffffffffff..............
"Es wird so kalt, Klaus, es wird-so-kalt.."
"Datei Wa-fen-aus-wahl nicht gefunden."



Die James Bond-Episode



James Bond - Episode aus der "Eroberung des Weltalls in 42 Trilliarden Teilen"

      
Folge 17 003 012 002:

Thrill-Kill-Chill im Sternensystem Mega: Eine geradezu furchterregend hochtechnisierte Welt. Die Fülle an Technik die zum Wohle der Bevölkerung entwickelt worden war, die Freiheiten und Pflichten für die Bevölkerung die daraus erwuchsen, machen diese Welt, machen ihre inzwischen planetare Gesellschaft so kompliziert, dass niemand mehr viel kapiert. Die Bewohner hüllen sich in die wenigen Brocken, die sie verstanden haben, die man sie verstehen lässt. Und das sind vor allem die eigenen Sinne und deren gestillter Durst.
Bedingt durch die seit Jahrhunderten stabile, übersättigte Macht eines einzigen Volkes, das etwa fünfundneunzig Prozent der Planetenfauna ausmacht, versinkt diese Welt zwangsläufig tiefer und tiefer im Sumpf der Dekadenz.
Die Summe aus diesen Entwicklungen, der Technik, der verzwickten Sozialität, der Macht und der abgestumpften Monokultur, stellt eine frustrierte, eine hochexplosive Mischung dar.
Und so bedroht dieser Planet in seiner Sattheit auf unmotivierte Art die Erde, und damit auch die kleine Volksrepublik Großbritannien.
James Bond, bester Agent des immer noch besten Geheimdienstes der Galaxis, des M-I-Dingsbums, muss das kleine Großbritannien und damit die Erde retten.
Thrill-Kill-Chill muss zerstört werden! Doch dazu muss Mr. Bond zuerst in das Innerste dieser riesigen Kriegs- und Zerstreuungsmaschine vordringen...

Ein Saal von der Größe etwa der Westfalenhalle:
An den Wänden zur Unterhaltung angebracht: Videowände, die Eskimoschlachtungen zeigen.
In den regelmäßigen Vertiefungen einer hochaufragenden, halbkreisförmigen Tribüne sitzen die Vertreter eines, wie Mr. Bond und der Geheimdienst nicht wissen, völlig belanglosen Bezirksgremiums.
Vor der Tribüne, in kleinem Abstand, sitzt auf dem Boden die schöne Lycra, an eine Neutronenbombe gefesselt. Ein Schlauch tritt aus ihrer entblößten Brust und schlängelt sich direkt ins Innere der Waffe. Man hat ihre Aorta mit dem Kühlkreislauf der Waffe vernäht. Ein zweiter Schlauch führt von der Bombe in ihren wohltrainierten, elastomerverstärkten Rücken zurück.
Mr. Bond, neben ihr stehend, versucht, Lycra keine außergewöhnliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Er ist als modrosanischer Handlungsreisender verkleidet. In seinen Händen trägt er drei Koffer mit modrosanischen Likörproben.
mmmmmm
Mr. Bond: Bitte entschuldigen Sie, i-ich spreche Ihre Sprache nicht.
mmmmmmm
(Schweißperlen treten auf seine Stirn)
mmmmmmm
Der Gedanke eines Abgeordneten in der dritten Reihe lässt Mr. Bond so fein verpuffen, dass nicht einmal mehr Staub übrig bleibt.
Lycra gerät in Panik. Jeder Versuch, ihren bisher mühevoll aufrecht erhaltenen autogenen Trancezustand wiederherzustellen, misslingt. Ihr Blutdruck steigt, ebenso ihre Körpertemperatur. Dies führt zu einer unaufhaltsamen Kettenraktion im Innern der Bombe. Die Decke des Saales öffnet sich automatisch, eine gewaltige Schleuder befördert Lycra mitsamt der Bombe ins All. Zwei Sekunden später, Lycra ist bereits tot, explodiert die Bombe wirkungslos einige tausend Meilen von Thrill-Kill-Chill entfernt.
In dem kleinen Bezirksgremium überwiegt Enttäuschtheit. Man hätte die Menschen gern noch sich paaren gesehen.